7. September 2015

Welche der Geist Gottes treibt, das sind Gottes Kinder!

Von th.-m. robscheit
This entry is part 32 of 107 in the series geistliches Wort

Liebe Leserinnen und Leser,

dieser Satz ist doch mal wieder so eine typische religiöse Phrase, oder? Sagt alles aus, oder eben auch nichts!
Dabei hat dieser Satz in verschiedenen Abwandlungen Einzug in unsere Sprichwörter gehalten: „Da zeigt sich, wes` Geistes Kind jemand ist!“ Was damit gemeint ist, ist ganz klar: In bestimmten Situationen, wenn`s hart auf hart kommt, zeigt sich die innere Überzeugung eines Menschen. Wir kennen solche Situationen zur Genüge: Es gibt Ärger am Arbeitsplatz. Ein Auftrag wurde vermasselt. Frau Schmidt weiß sehr wohl, dass Herr Maier persönlich keine Schuld an dem Debakel trägt, aber irgendjemand muss die Prügel vom Chef abkriegen… und so ist sie lieber ruhig. Oder: Unter der lieben Verwandtschaft herrscht eitel Sonnenschein, bis die Oma gestorben ist. „Inge hat sich das ganze Haus unter den Nagel gerissen, ich habe Oma jeden Tag besucht!“ Zumindest vom Hören-sagen werden Sie, liebe Leserinnen und Leser, die Situation kennen. Plötzlich bricht der Neid heraus. Da erkennt man, wes` Geistes Kind jemand ist. Oder: Jemand ist zutiefst empört, dass immer weniger Einrichtungen für die Jugend erhalten werden. Aber wehe, wenn ein Jugendtreff in der Nachbarschaft eröffnet werden soll! Noch drastischer fallen die Reaktionen aus, wenn es statt um einen Jugendklub um ein Heim für Aussiedler oder Asylbewerber geht – oder sollte womöglich eine Moschee gebaut werden. Da ist von der oft im Munde geführten Toleranz meistens nicht mehr viel übrig!
Wes´ Geistes Kinder sind wir? Wie verhalten wir uns, wenn wir in die Enge getrieben werden? Versuchen wir christlichen Idealen treu zu bleiben, oder lassen wir uns vom eigenen Egoismus allzu-leicht überwältigen und alle religiösen Werte unseres Lebens entlarven sich als frommes Getue?
Liebe Leserinnen und Leser, ich schreibe bewusst „versuchen wir…“- weil wir Menschen immer wieder an unseren Idealen scheitern werden. Die entscheidende Frage ist und bleibt: Was treibt uns im Innersten an? Ist es der Geist Gottes, dann verspricht uns Gott trotz unserer Unzulänglichkeiten: „Du bist mein geliebtes Kind!“

Ihr Th.-M. Robscheit aus Kapellendorf

Januar 2010

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